Gottes ewige „Lovestory“ mit seinem Volk
Montag, 01.Juni 2009
Du fragst dich vielleicht, wie Gott eifersüchtig sein kann – das scheint doch eher eine zweifelhafte menschliche Eigenschaft zu sein. Ich bin von dieser Tatsache auch überrascht und staune darüber, dass Gott dadurch in sein Herz blicken lässt, dass er die Beziehung mit seinem Volk Israel als eine schwierige Ehe bezeichnet...
von Johannes Braun
In letzter Zeit hat der Herr mich auf einen Teil des Alten Testaments aufmerksam gemacht, der mir bisher immer verschlossen war. Es geht um die sogenannten „Schriftpropheten“ von Jesaja bis Maleachi. Ich hatte nie einen Zugang zur Botschaft dieser Bücher, zumal ich nicht über die geschichtliche Situation Bescheid wusste, in der sich Gottes Volk damals befand. Man hat bei den Schriftpropheten immer das Gefühl, dass sich alles in schier endlosen und ermüdenden Gerichtsandrohungen wiederholt – und das macht sie zäh zu lesen. Doch diesmal, als der Herr mich geführt hatte, Teile von Jeremia, Hosea und Hesekiel zu lesen, sprach er durch diese Bücher so deutlich wie noch nie in mein Herz. Mir fiel auf, dass es fast immer um das gleiche Thema geht. Zwar gibt es natürlich auch viele kleine Nebenthemen, aber letztlich läuft alles diese eine Sache hinaus: Gott ist eifersüchtig! Seine Kinder laufen anderen Göttern nach, auf die sie mehr Vertrauen, als auf ihn.
Nun könnte man sich die Frage stellen, warum man so viele biblische Bücher braucht, um diesen Punkt deutlich zu machen. Warum reicht nicht ein Prophet? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Botschaft von der Eifersucht Gottes zieht sich durch das gesamte Alte Testament, weil Gott sein Herz offenbaren will. Gott möchte allen Generationen das Zeugnis geben: Schaut mal, es ist mir am allerwichtigsten, dass mein Volk und meine Kinder mich lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller Kraft. Sie sollen neben mir keine anderen Götter haben, sondern ihr Herz nur an mich hängen.
Du fragst dich vielleicht, wie Gott eifersüchtig sein kann – das scheint doch eher eine zweifelhafte menschliche Eigenschaft zu sein. Ich bin von dieser Tatsache auch überrascht und staune darüber, dass Gott dadurch in sein Herz blicken lässt, dass er die Beziehung mit seinem Volk Israel als eine schwierige Ehe bezeichnet. Immer wieder, und das wiederholt sich wirklich sehr oft, wird die Frau (Israel) untreu, sie begeht Ehebruch. Natürlich handelt es sich um einen geistlichen Ehebruch. Aber Gott stellt sich selber als den eifersüchtigen Ehemann dar, der in seiner Liebe doch alles Erdenkliche getan hat – und es kommt einfach nichts zurück. In dieser „Beziehungskiste“ gibt es dann tatsächlich alles: Verliebtheitsphasen, Beziehungsbruch und sogar Scheidung – dann aber gibt es auch eine erneute Verlobung und Heirat. Bei Jeremia und Hosea kommt das besonders gut zum Ausdruck. Hosea musste als prophetischen Akt eine Hure heiraten, die ihm dann untreu wurde, damit er selber fühlte, wie es ist, betrogen zu werden. Dies machte seine Botschaft an die Menschen sehr authentisch und offenbarte ihnen das Herz Gottes.
Doch nun wird man sich fragen: Was hat denn der Götzendienst Israels mit uns heute zu tun? Das ganze Thema „geistlicher Ehebruch“ hat im 2. Mose mit dem goldenen Kalb angefangen und man könnte schnell denken: Das war eben der Götzenkult im Altertum – das Thema ist doch nicht mehr aktuell. Aber es ist falsch, so zu denken, denn im Neuen Testament wird das Thema „geistlicher Ehebruch“ wieder häufig aufgegriffen. Auch wenn teilweise andere Begriffe verwendet werden, bleibt es eines von Gottes Hauptthemen.
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Wer nun Lust bekommen hat, weiterzulesen: Was moderne Götzen sind, wie sie sich sich heute zeigen und wie man sie loswerden kann, dass wird ausführlich im Text: "Moderne Götzen loswerden" behandelt, den wir unter den "inspirierende Texte" veröffentlicht haben.
Viel Spass beim Lesen und Forschen!
Johannes
