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GLAUBENS-Hindernisse überwinden, Teil 3

Donnerstag, 25.März 2010

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In unserer Reihe über den GLAUBEN schauen wir heute auf ein Körperteil von uns, das in biblischen Sicht sehr entscheidend ist: es geht um unsere Zunge. Dabei werden wir konkret auf das "falsche Bekenntnis" als GLAUBENS-Hindernis eingehen.

von Johannes Braun


Wer schon einmal den Jakobus-Brief gelesen hat, wird im Kapitel 3 auf ein sehr ungemütliches Thema gestoßen sein. Jakobus ruft uns sehr bildhaft ins Gedächtnis, wie einflussreich und sogar zerstörerisch die menschliche Zunge sein kann. Was wir sagen kann positiv wie negativ enorme Auswirkungen haben. Besonders gefällt mir das Bild vom Ruder am Schiff. Unsere Zunge (was wir aussprechen) ist zwar nur ein kleiner Teil des Körpers, kann aber das ganze Leben in eine andere Richtung bewegen, so wie ein verhältnismäßig kleines Ruder das ganze Schiff steuert. Angesichts dieser Ermahung im Jakobusbrief müssen wir uns fragen: Wie gebrauche ich eigentlich meine Zunge? Was spreche ich über andere Personen und was spreche ich über mich selber aus? Letztlich ist auch die Frage: Was bekenne ich mit meinen Lippen, oder was ist mein "Bekenntnis"?

 

Im Bezug auf den GLAUBEN, indem wir ja alle wachsen wollen, ist unser Bekenntnis eine entscheidende Sache. Du denkst vielleicht, Glaube sei doch eher etwas Innerliches - etwas das sich nur in unseren Herzen abspielt. Das ist schon richtig - Glaube findet vor allem in unserem Herzen statt, also in unserem innersten Kern -  quasi in unserer Entscheidungszentrale. Aber das ist nicht alles. Schau dir diesen Vers an:

 

Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden. (Röm 10,10)

 

Glaube bleibt nie nur etwas Innerliches - er wird sich immer äußerlich zeigen! Glaube zeigt sich z.B. in unseren Handlungen, denn wer etwas bestimmtes glaubt wird daraufhin handeln. Wenn ich glaube dass es jeden Augenblick zu regnen beginnt, dann werde ich meinen Regenschirm mitnehmen, bevor ich aus dem Haus gehe. Ob es nun regnet oder nicht, ich habe dann meinen Schirm dabei, weil ich es zuvor geglaubt habe und weil dieser Glaube, wenn man es so nennen will, mich zu einer Handlung bewegt hat.

Glaube äußert sich aber auch sehr stark darin, was wir sagen - was wir aussprechen: also unser Bekenntnis. Was man im Herzen glaubt, wird immer irgendwie über unsere Lippen kommen bzw. was über meine Lippen kommt, beeinflusst auch das, was ich in meinem Herzen glaube. Lasst uns mal folgende Worte von Jesus sehr genau unter die Lupe nehmen.

 

Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht zweifelte, sondern glaubte, daß das, was er sagt, geschieht, so wird es ihm zuteil werden.  (Markus 11,22-23)


Ich habe die Worte hervorgehoben, die sich auf unser Bekenntnis beziehen und offentlichtlich ist auch in Jesus Glaubensverständnis unsere Worte, eben das was wir sagen, eng verwoben mit dem Glauben im Herzen. Unsere Worte sind Ausdruck unseres Glaubens. Und deshalb haben sie große Macht, denn wir wir hier von Jesus selber hören, kann der Glaube, der sich in Worten ausdrückt sogar ganze Berge versetzen.

 

Ich möchte dich einmal herausfordern, einen Tag in deinem Leben mal genau zu prüfen, was du alles über deine Lippen kommen lässt. Sehe jede Aussage die du triffst als ein Bekenntnis an - ein "Glaubens-Bekenntnis". Es wird dir zeigen, was in deinem Herzen ist. Viele, mich inbegriffen, die das einmal versucht haben mussten feststellen, dass sie innerlich sehr bedrückt und frustiert sind - sie erkannten es an ihren Aussagen, die von viel Zynismus, Ironie und Pessimismus gekennzeichnet waren. Ist das, was du über andere und zu anderen sagst auferbauend? Und ist das das was du über dich selber und über Situationen aussprichst voller Glauben? Kennst du folgende Sätze - oder lass uns lieber sagen: Glaubens-Bekenntnisse: "Ich Depp"; "Klappt ja ohnehin nicht"; "Ich habe keinen Bock mehr"; "Ich krieg doch jede Erkältung ab" usw...

Diese Sätze sind nicht nur unbedeutende Sprüche - sie sagen viel darüber aus, was wir über uns selber glauben. Und sie haben Auswirkungen, denn Jesus hat gesagt, dass wenn wir in unserem Herzen glauben, dass das war wir sagen geschieht, so wird es uns zuteil werden.

 

Vor einigen Jahren bekam ich tatsächlich jeden Magendarminfekt, der umging. Ich hatte ohnehin immer wieder mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und so traf mich diese Krankheit immer enorm stark. Oft musste ich mich tagelang übergeben und jede halbe Stunde auf die Toilette rennen. Mein "Glaubensbekenntnis" war damals folgendes: "Ich bekomm es ja sowieso wieder." Und genau das geschah - ich hatte diesen Infekt oft mehrmals im Jahr. Nun, eines Tages hörte ich, wie wichtig es ist, was wir im Glauben aussprechen und dass wir Krankheit nicht einfach so hinnehmen müssen, weil Jesus sie ja am Kreuz getragen hat. Ich entschied mich damals, zu glauben, dass auch diese Magendarminfekte über mich in Jesu Namen keine Auswirkung mehr haben dürfen. Gemäß dem Glauben begann ich, auszusprechen, dass mich der Infekt nicht mehr treffen darf und nicht mehr treffen wird. Und was geschah? Die folgenden 6 Jahre habe ich mich nicht einmal mehr übergeben müssen; ich hatte keine einzige Magendarminfektion mehr. Erst vor 2 Monaten war es das erste Mal seit dieser langen Zeit wieder, dass ich wegen einer Magenverstimmung auf die Toilette rennen musste. Ich sagte meiner Frau im nachhinein, dass ich schon gar nicht mehr wusste wie es ist, wenn man sich übergeben muss.

 

Du siehst, wie unser Glaube an Jesu Verheißungen, der sich im richtigen Bekenntnis äußert, den Lauf unseres Lebens beeinflussen kann. Glaubensbekenntnisse gebe ich nicht nur in der Kirche ab - das betrifft unser ganzes Leben, unsere Gesundheit, unsere Vorhaben, die Finanzen und unseren Dienst an anderen. Ich möchte dich ermutigen, zu lernen, die Macht der Worte in deinem Leben richtig einzusetzen. Was wir sagen sagt mehr über uns aus und hat auch mehr Einfluss auf uns, als wir denken. Also lasst uns diese Hürde, dieses GLAUBENS-Hindernis, nehmen und unser Bekenntnis der Wahrheit des Wortes Gottes anpassen.

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