GLAUBENS-Hindernisse überwinden, Teil 2
Donnerstag, 11.März 2010
Heute wollen wir ein weiteres Glaubenshindernis angehen - es geht um "Menschenfurcht"!
von Johannes Braun
Jesus hat einmal zu einer Gruppe von Pharisäern und Schriftgelehrten folgende Aussage gemacht: "Wie könnt ihr glauben, wenn ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre nicht sucht, die von dem alleinigen Gott ist?" (Joh 5,44)
Vor einigen Wochen dachte ich sehr viel darüber nach, warum es denn für uns so schwer erscheint, in der Vollmacht Christi zu wandeln und z.B. für die Kranken zu beten, dass sie tatsächlich geheilt werden. Wir wollen es doch eigentlich tun, die Bibel fordert uns sogar dazu auf und Jesus will, dass wir es tun. Was macht die Sache denn so dermaßen kompliziert?
"Herr, wo liegt bei uns Deutschen eigentlich das Problem mit dem Glauben an Heilungswunder, woanders klappt es doch auch ständig!?" Diese Frage bewegte ich in meinen Gedanken, ohne wirklich auf einen logischen Schluss zu kommen: Da überraschte mich die sanfte Stimme des Herrn mit diesen Worten aus Johannes 5,44. Es war wie ein heller Glockenschlag, als ich in meinen Gedanken etwa folgende Worte vernahm: "Weißt du, es fällt euch schwer, mir zu glauben und euch auf mich zu konzentrieren, weil ihr euch so viel Gedanken über die Reaktionen der Menschen macht. Was Menschen denken und ob alles korrekt ist, ist euch wichtiger, als die Heilung selber." Glaube funktioniert nur dann, wenn er auf die Aktionen Gottes konzentriert ist, nicht auf die möglichen Reaktionen der Menschen, sonst ist es kein Glaube, sondern Menschenfurcht.
Jesus macht es so deutlich indem er sagt, dass unser Glaube keine Wirkung hat, wenn wir die Ehre von Menschen suchen. All das, muss ich sagen, betrifft mich sehr. Wie oft überlege ich, was die Person nun denken mag, für die ich um Heilung bete - "Bete ich richtig?"; "bin ich zu laut?"; "Glaube ich genug?"; "Was denken die Umstehenden?"; "Läuft alles korrekt ab?"; "Wie komme ich rüber?"...kennst du das? Man macht sich tausend Gedanken darüber, wie man betet anstatt an den zu denken zu dem man betet. Das genau beutet es aber zu glauben: Gott ansehen! Glaube bedeutet, dass wir im Geist den anblicken, von dem alle Kraft ausgeht: Jesus Christus.
Jesus selber hat so gelebt. Er sagte einmal, dass er immer nur das tut, was er den Vater tun sieht! Wäre er nicht ausschließlich auf seinen Vater im Himmel ausgerichtet gewesen, sondern auf die Menschen und die Unruhe in den Menschen, dann hätten die Schreie der Notleidenden und die kritischen Worte der Skeptiker jeden Glauben in ihm im Keime erstickt. Wir müssen lernen von Jesus zu lernen - in dieser engen Gemeinschaft mit dem Herrn zu leben bedeutet auch, dass ich in dem Augenblick, wo ich ein Glaubensgebet für einen Kranken spreche, mit vollem Vertrauen in die barmherzigen Augen Jesu blicke und weiß: DU WIRST ES TUN!
Letztendlich müssen wir lernen, dass es uns egal ist, was andere denken - ob sie uns auslachen, als "Freaks" abstempeln oder uns sogar angreifen. Lasst uns keine Furcht haben vor Menschen! Wenn wir im Leben besonders geehrt werden wollen, dann sind wir im Reich Gottes an der falschen Adresse. Aber wie wunderbar ist es, mit dem Herrn und im Vertrauen auf den Herrn Gehorsamsschritte zu machen - wir gehen niemals ohne ihn! Ob wir Menschen das Evangelium erklären oder für Kranke beten, lasst es uns in der Gewissheit, ja in dem Glauben tun, dass ER für das nötigen Wunder sorgen wird.
