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GLAUBENS-Hindernisse überwinden, Teil 1

Dienstag, 23.Februar 2010

Mit Glaube das Ziel erreichen

Kennst du das? Man würde ja so gerne glauben und den Verheißungen Gottes vollstes Vertrauen schenken, aber irgendwie fällt es uns verstandesgeprägten Westeuropäern schwer, sich ganz und gar auf diese Worte zu verlassen.

von Johannes Braun


Immer wieder ertappt man sich dabei, genügend logische Gründe zu finden, warum diese Person nun nicht geheilt wird, oder warum es doch keinen wirklichen Sinn macht dieser Person nun von Jesus zu erzählen. Man beginnt zu straucheln...

Für mich persönlich ist das Thema: GLAUBE brand aktuell - es ist, als ob Gott mir darin intensive Nachhilfestunden verordnet hat, denn wenn wir im Glauben und Vertrauen auf Gott nicht mutig vorangehen, werden wir am Ende merken, dass viele dieser wunderbaren Verheißungen aus seinem Wort in unserem Leben irgendwie nicht zur Wirklichkeit geworden sind. In den nächsten Wochen möchte ich euch deshalb mitteilen, was Gott zu diesem Thema in mein Herz gesprochen hat, und wie das mein Denken verändert.

 

Lasst uns heute das erste große GLAUBENS-Hindernis angehen, den Erfahrungs-Glaube: "Ich glaube nur, was ich schon erlebt habe bzw. ich kann das nicht glauben, denn ich habe es bereits anders erlebt und habe Angst davor, schon wieder enttäuscht zu werden." Diese oder ähnliche Sätze wehen uns immer wieder entgegen, wenn wir Menschen ermutigen, die Verheißungen aus Gottes Wort für sich persönlich anzunehmen und mutig danach zu handeln. Aber warum sollte das ein Hindernis sein - unsere Erfahrungen sind doch real - "ich will mir doch nichts einbilden oder so tun, als wäre alles anders gewesen!"

Nun, lasst uns gemeinsam anschauen, was das Wort Gottes selbst über GLAUBE sagt. In Hebräer 11,1 finden wir diese geniale Definition:

 

"Glaube ist nun die Verwirklichung dessen, was man hofft..."

Wir als Christen hoffen auf viele Dinge, denn wir wissen, dass Gott eigentlich gut ist und uns beschenken will. So hoffen wir auf eine Berührung von Gott, Begegnungen mit ihm, Segnungen im Alltag und natürlich auch auf Dinge, wie körperliche Heilung. Doch ist "Hoffen" eben nicht der Schlüssel zur Verwirklichung dieser Dinge - "Hoffen" heißt, dass ich mich absolut danach sehen, dass "es" passiert, mir es auch von Herzen wünschen würde - aber letztlich nicht sicher bin, dass es wirklich geschieht - Glaube hingegen ist die absolute Sicherheit, dass es geschehen wird, weil Gott es gesagt hat. Ich mache ein Beispiel: Es nützt einem Menschen nichts, wenn er sein Leben lang darauf hofft, dass Jesus ihm evt. irgendwann seine Schuld vergeben wird, bis er nicht zu dem Punkt kommt und sich entscheidet es endlich zu glauben und anzunehmen, dass Jesus seine Sünden bereits vergeben hat! Siehst du den Unterschied: Hoffnung ist ein Wunsch, aber noch keine Sicherheit - Hoffnung ist etwas sehr Gutes, denn sie gibt uns Kraft im Leben weiterzugehen -  Glaube jedoch setzt die Kraft direkt um und führt uns zur Verwirklichung der Sache, die man hofft, wie der Vers uns sagt. Allen Christen weht hier also eine herausfordernde Botschaft vom Herrn entgegen, nicht nur auf Gutes zu hoffen, sondern tatsächlich zu glauben, dass sich diese Dinge in unserem Leben tatsächlich verwirklichen!

 

"...das Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht!"

...oder vielleicht auch von Dingen, die man in der Vergangenheit bisher nicht gesehen hat?! Man hat andere Erfahrungen gemacht und man ist enttäuscht....das Gott offensichtlich nicht geheilt, nicht befreit ....und letztlich mein Leben sich nicht verändert hat, wie es doch gesagt, versprochen und gepredigt wurde. Viele haben eben anderes "gesehen" und haben Angst wieder enttäuscht zu werden. Das "Netz nocheinmal auszuwerfen" ist dann sehr schwer!

Aber gerade hier liegt der springende Punkt. Glaube ist doch gerade das Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht und auch bisher in seinem Leben noch nicht gesehen hat! Glaube geht das Risiko ein, einen Schritt ins Unbekannte zu machen - das ist ein mutiges Vorwärtsgehen in Bereiche, die logischerweise nicht innerhalb sondern eben außerhalb unseres Erfahrungshorizontes liegen - sonst müsste man ja nicht glauben.

Ich möchte dich heute also herausfordern, dich vom Erfahrungs-Glaube zu verabschieden, indem ich dir folgende Frage stelle: "Wem glaubst du mehr? Deinen Erfahrungen, oder dem Wort Gottes?"

Auch hier wieder ein Beispiel: Jesus selbst hat uns in seinem Wort definitiv versprochen, dass ER immer bei uns sein würde, bis ans Ende der Zeiten. Das heißt doch, dass du nie allein bist, oder? Natürlich nicht, denn Jesus Christus hat dir zugesichert, dass du nie einsam zurückgelassen wirst (Joh 14). Trotzdem können viele Christen das innere Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit nicht abschütteln - sie fühlen sich aus verschiedenen Verletzungen ihres Lebens heraus vielleicht abgelehnt von alllen Menschen und deshalb "allein". Nun, diese schmerzahfte Erfahrung haben viele von uns möglicherweise jahrelang gemacht, aber die Bibel wird sich deshalb nicht ändern. Die Einsamkeit die wir erlebt haben, ist vielleicht eine Tatsache (es ist tatsächlich passiert) aber eben nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist, was Gott sagt - und Er hat gesagt, dass er seine Kinder niemals allein lassen würde. Wem glauben wir also mehr? Den verletzten Gefühlen und der Vergangenheit mit all den Erlebnissen, in denen wir uns einsam und verlassen gefühlt haben, oder der Zusage Gottes, die immer wieder in seinem Wort auftritt? Wenn du Gott nun für seine Verheißung dankst und glaubst, dass Er dich nie verlässt, wirst du die wunderbare Glaubenserfahrung machen, dass das Gefühl von Verlassenheit verschwindet.

 

Glauben ist letztlich eine Entscheidung - ein mutiger Schritt, den wir "auf SEIN Wort hin" tun. Wir müssen dabei unsere Erfahrungen als Maßstab für die Zukunft loslassen und werden erleben, dass er über unser bisheriges Erkennen und Verstehen hinaus an uns und durch uns handeln wird. Dann wird die Sache doch erst richtig spannend, oder?

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