Am Sonntag wählen gehen!
Donnerstag, 24.September 2009
Die Bundestagswahl steht vor der Tür - es ist wichtig, Verantwortung zu nehmen und Einfluss auf die Geschicke unseres Landes zu nehmen!
von Johannes Braun
Ich bin froh, dass wir noch immer in einem demokratischen Land leben, in dem die Bürger entscheiden dürfen, wem Regierungsgewalt zukommt und wem nicht. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch die Freude über dieses Grundrecht eher verschwunden - man hat längst vergessen, dass es in Deutschland schon Diktatoren und Monarchen gab, die keine Alternativen zugelassen haben. Im Volksmund nennt man es "Politikverdrossenheit" aber letztlich ist es Frustration, die sich in vielen Menschen über Politiker und Regierungskandidaten breit gemacht hat - man ist enttäuscht von Wahlversprechen, öffentlichem Auftreten und Charakter der Parteien und bringt sein Frust nicht selten durch das folgende, eher unqualifizierte Kommentar zum Ausdruck: "Die sind ja sowieso alle gleich - ich geh nicht wählen."
Nun mögen viele Beschuldigungen und Kritikpunkte, die Politikern gegenüber gebracht werden, stimmen - doch wer hat etwas davon, wenn wir nicht mehr wählen? Wer hat was davon, wenn wir lästern und uns ständig nur aufregen über die Regierung? Die Bibel spricht eine andere Sprache. Paulus benutzt in seinem berühmten Abschnitt über die Obrigkeit in Römer 13,1-7 folgende eindrücklichen Worte:
"Gebt allen, was ihr schuldig seid; Steuer, dem die Steuer gebührt, Zoll, dem der Zoll gebührt; Ehrfurcht, wem Ehrfurcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt." Römer 13,7
Ich glaube es ist wichtig, dass wir aufhören, ständig schlechtes über Politiker zu reden. Lasst uns Gutes reden. Das heißt nicht, dass wir Dinge "gut reden", die nicht gut sind, aber man kann Kritik äußern und trotzdem voller Respekt sein. Der Obrigkeit gebührt Ehre, also ist es wichtig, dass wir auch ehrenvoll über sie reden und dort Einfluss nehmen, wo das in einer Demokratie möglich ist.
Und es gibt viele Möglichkeiten, die Geschicke unseres Staates positiv zu prägen - z.B. "Wählen gehen"! Gerade wir Christen sollten Vorbilder sein - indem, wie wir unsere Worte gebrauchen - indem, wie wir Menschen in Verantwortung respektieren - und indem, wie wir die Belange unseres Landes auf dem Herzen tragen. Und nicht zuletzt haben wir die Möglichkeit, ja die Pflicht, zu beten!
Deshalb unser Aufruf: Geht am Sonntag wählen! - und betet dafür, dass eine Regierung gewählt wird, die Gottes Willen am besten entspricht und die fähig ist, die Nöte der Menschen zu begegnen und die Geschicke des Landes zu leiten. Wir machen an dieser Stelle ganz bewusst keinen Wahlkampf für eine bestimmte Partei - auch sagen wir dir nicht, was du wählen sollst - Verantwortung zu übernehmen heißt, dass sich jeder selbst informiert und dann eine eigene Entscheidung trifft, die er vor Gott und den Menschen vertreten kann.
